Die Entstehungszeit liegt etwa um das Jahr 900 u.Z.. Dem Namen nach ist Prösen eine wendische Siedlung und heißt soviel wie "Birkendorf" (brasa-die Birke-villa brezit-Brsen-Prösa-Prösen):
Das alte Prösen läßt noch die Form des wendischen Rundlings erkennen. Es hatte nur nach Westen zu, in der Richtung nach Gröditz, einen Ausgang, die sogenannte Gasse, die zu der einst bedeutsamen "Salzstraße" führte. In der Mitte des Rundlings ist der Dorfteich, der sogenannte Pfuhl, der im Falle einer Belagerung das nötige Wasser für das Vieh und zum Feuerlöschen lieferte.
Im Osten, Süden und Nordosten war Prösen von umfangreichen Sümpfen umgeben. Im Nordwesten dehnten sich Waldungen bis nach Stolzenhain und Reppis aus.
Das gesamte Ackerland galt als gemeinsamer Besitz (Allmende), der von Zeit
zu Zeit an die Dorfgenossenschaft neu verteilt wurde.
Die Dorfflur bekam bestimmte Grenzen und die einzelnen Feldpläne
sog. Flurnamen (Gehege, Eichbusch, Zankflacken usw.), die sich bis in die
heutige Zeit erhalten haben.
Im 14. Jahrhundert saß in Frauenhain und Saathain das Geschlecht der "Köckeritze". 1392 kauften zwei Adlige aus Böhmen, Otto und Nickel von Pflug, die zum Gefolge Kaiser IV. gehörten, Fauenhain und Saathain. 1407 gehörte Prösen mit noch anderen Dörfern der Umgebung zum Leibgedinge der Gattin Jung Ottos von Pflug.
1500 gehörte Prösen noch zum Kurfürstentum Sachsen.